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Ein Team von 200 Priestern kommentiert das Evangelium des Tages

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Liturgischer Tag: Mittwoch der 3. Woche der Fastenzeit

Evangeliumstext (Mt 5,17-19): In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: «Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.»

«Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben (...) sondern um zu erfüllen»

Rev. D. Antoni CAROL i Hostench
(Sant Cugat del Vallès, Barcelona, )

Heute bekommen die verschiedenen Religionen viel Anerkennung. Sie drücken alle die Suche des Menschen nach Transzendenz, die Suche nach dem Jenseits, nach den ewigen Wahrheiten aus. Im Gegensatz dazu ist im Christentum, das seine Wurzeln im Judentum hat, dieses Phänomen umgekehrt: Es ist Gott derjenige, der nach dem Mensch sucht.

Wie Johannes Paul II. uns erinnerte, will sich Gott dem Mensch annähern, seine Worte an ihn richten, ihm sein Antlitz zeigen, weil Er die Vertrautheit mit ihm sucht. Dies verwirklicht sich im Volk Israel, dem von Gott auserwählten Volk um seine Worte zu empfangen. Dies ist die Erfahrung Mose, wenn er sagt: „Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen?“ (Dt 4,7). Und noch dazu singt der Psalmist: „Er verkündet Jakob sein Wort, Israel seine Gesetze und Rechte. An keinem andern Volk hat er so gehandelt, keinem sonst seine Rechte verkündet. Halleluja!“ (Ps 147,19-20).

Jesu Gegenwart bringt daher Gottes Wunsch in Erfüllung, sich dem Mensch zu nähern. Deshalb sagt er: „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.“(Mt 5,17). Jesus kommt sie zu bereichern, sie zu erhellen, damit der Mensch das wahre Antlitz Gottes kenne und mit Gott vertraut werde.

In diesem Sinne, Gottes Richtlinien zu verachten, wie unbedeutend sie auch sein mögen, zeigt eine magere Erkenntnis Gottes, und daher wird man im Himmelreich klein angesehen werden. Und, wie St. Theophilus von Antiochien sagte: „Gott ist von denen zu sehen, die ihn sehen können, sie müssen nur die Augen des Geistes offen halten (...), einige Menschen haben diese aber getrübt.“

Also streben wir danach, dem, was der Herr uns im Gebet sagt, mit großer Treue zu folgen. So erreichen wir eine große Vertrautheit mit Ihm und wir werden im Himmelreich zu den Großen gezählt werden.