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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

Samstag der 12. Woche im Jahreskreis

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Evangeliumstext (Mt 8,5-17): In jener Zeit als Jesus nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn: Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen. Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund. Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden. Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; die aber, für die das Reich bestimmt war, werden hinausgeworfen in die äußerste Finsternis; dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Und zum Hauptmann sagte Jesus: Geh! Es soll geschehen, wie du geglaubt hast. Und in derselben Stunde wurde der Diener gesund.

Jesus ging in das Haus des Petrus und sah, dass dessen Schwiegermutter im Bett lag und Fieber hatte. Da berührte er ihre Hand, und das Fieber wich von ihr. Und sie stand auf und sorgte für ihn. Am Abend brachte man viele Besessene zu ihm. Er trieb mit seinem Wort die Geister aus und heilte alle Kranken. Dadurch sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Er hat unsere Leiden auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen.

„Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund“

Rev. D. Antoni CAROL i Hostench (Sant Cugat del Vallès, Barcelona, Spanien)

Heute, Im Evangelium, betrachten wir die Liebe, den Glauben, das Vertrauen und die Bescheidenheit eines Hauptmanns, der seinen Diener sehr schätzt. Er kümmert sich so sehr um ihn, dass er fähig ist, sich vor Jesus zu beugen und ihn zu bitten: “Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat grosse Schmerzen” (Matth 8, 6). Diese Bitte für andere, insbesondere für einen Diener, bekommt eine sofortige Antwort von Jesus: “Ich will kommen und ihn heilen” (Matth 8, 7). Und dies alles führt zu einer Reihe von Akten des Glaubens und Vertrauens. Der Hauptmann fühlt sich nicht würdig, und neben diesem Gefühl äussert er seinen Glauben vor Jesus und allen, die dort anwesend waren. Und Jesus reagiert: “Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemandem gefunden” (Matth 8, 10).

Wir können uns fragen, was Jesus bewegt, das Wunder zu vollbringen. Wie oft bitten wir und es sieht so aus, als würde Gott uns nicht erhören! Und das passiert, obwohl wir genau wissen, dass Gott uns immer zuhört! Was geschieht? Wir gehen davon aus, dass wir richtig beten, aber: Tun wir das wie der Hauptmann? Sein Gebet ist nicht egoistisch, sondern voller Liebe, Bescheidenheit und Vertrauen. Nach St. Petrus Chrysologus:”Die Kraft der Liebe misst nicht die Möglichkeiten. (…). Die Liebe ist nicht urteilsfähig, denkt nicht nach, kennt keine Gründe. Die Liebe trägt keine Resignation vor der Unmöglichkeit mit, sie lässt sich von keinerlei Schwierigkeit einschüchtern”. Ist mein Gebet damit zu vergleichen?

“Und der Hauptmann antwortete: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund“ (Matth 8,8). Das ist die Antwort des Hauptmanns. Sind deine Gefühle so ähnlich? Ist dein Glaube so fest? “Nur der Glaube kann dieses Geheimnis erfassen, dieser Glaube, der Fundament und Grundlage von dem ist, was die Erfahrung und das natürliche Wissen übertrifft” (St. Maximun) Wenn es so ist, dann kannst du auch hören:

” Geh! Es soll geschehen, wie du geglaubt hast.“ Und in derselben Stunde wurde der Diener gesund.“ (Matth 8, 13).

Heilige Maria, Jungfrau und Mutter! Meisterin des Glaubens, der Hoffnung und der achtsamen Liebe, zeig uns, wie wir am besten beten sollen, damit wir vom Herrn alles bekommen, was wir brauchen.