Unsere Website verwendet Cookies, um die Benutzererfahrung zu verbessern. Wir empfehlen die Verwendung zu akzeptieren, um die Navigation voll ausnützen zu können.

Ein Team von 200 Priestern kommentiert das Evangelium des Tages

Sehen Sie andere Tage:

Liturgischer Tag: Samstag der 13. Woche im Jahreskreis

Evangeliumstext (Mt 10,24-33): In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn. Der Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm geht wie seinem Meister, und der Sklave, dass es ihm geht wie seinem Herrn. Wenn man schon den Herrn des Hauses Beelzebul nennt, dann erst recht seine Hausgenossen.

Darum fürchtet euch nicht vor ihnen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern. Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann. Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

«Ein Jünger steht nicht über seinem Meister»

P. Raimondo M. SORGIA Mannai OP
(San Domenico di Fiesole, Florencia, )

Heute lädt das Evangelium uns ein über die Beziehung Meister – Jünger nachzudenken: "Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn" (Mt 10,24). Im Bereich des Menschlichen ist es nicht unmöglich, dass der Schüler denjenigen übertrifft der ihm in einer Disziplin das ABC beigebracht hat. In der Geschichte gibt es Beispiele wie Giotto, der seinen Meister Cimabue überholt hat, oder wie Manzoni den Abt Pieri. Aber der Schlüssel der gesammelten Weisheit ist allein in den Händen des Menschen- Gott, und alle anderen können an ihr teilhaben und sie letztlich auf verschiedenen Ebenen verstehen: von dem grossen Theologen Thomas von Aquin bis zu dem Jungen der sich auf die Erstkommunion vorbereitet. Wir können weitere Verzierungen verschiedener Arten anbringen, aber sie werden niemals etwas Essenzielles sein, etwas das den eigentlichen Wert der Doktrin bereichert. Im Gegenteil, es ist möglich, dass wir an Ketzerei grenzen.

Wir müssen vorsichtig sein wenn wir versuchen Dinge zu mischen die letztlich verzerren und in keiner Weise das substanzielle der Guten Nachricht bereichern. Der Heilige August sagt "wir müssen uns von den Leckerbissen fernhalten, aber viel mehr müssen wir unsere Fehler weglassen". Bei einer gewissen Gelegenheit erhielt ich ein Buch über die Schutzengel, in dem Elemente der esoterischen Doktrin enthalten sind, wie die memopsicosis, ein unverständliches Bedürfnis der Loslösung von diesen guten Geistern die das Gute verköpern.

Das heutige Evangelium öffnet uns die Augen im Bezug auf die unausweichliche Tatsache, dass der Jünger manchmal nicht verstanden wird, Hürden vorfindet oder sogar verfolgt wird weil er sich als Gefolgsmann von Christus deklariert hat. Das Leben von Jesus war eine ununterbrochene Verfechtung der Wahrheit. Wenn Er als "Beelzebub" bezeichnet wurde, wundert es nicht, dass wir in Auseinandersetzungen, in kulturellen Konfrontationen oder in Gegenüberstellungen die man im Fernsehen sieht, als rückschritlich bezeichnet werden. Die Treue zum Meister Christus ist die grösste Anerkennung derer wir uns rühmen können: "Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater." (Mt 10,32)