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Ein Team von 200 Priestern kommentiert das Evangelium des Tages

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Liturgischer Tag: Sonntag der 15. Woche im Jahreskreis (C)

Evangeliumstext (Lk 10,25-37): In jener Zeit wollte ein Gesetzeslehrer Jesus auf die Probe stellen. Er fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz? Was liest du dort? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst. Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet.

Handle danach, und du wirst leben. Der Gesetzeslehrer wollte seine Frage rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halb tot liegen. Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter. Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter. Dann kam ein Mann aus Samarien, der auf der Reise war. Als er ihn sah, hatte er Mitleid, ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn. Am andern Morgen holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.

Was meinst du: Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde? Der Gesetzeslehrer antwortete: Der, der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle genauso!

«Ein Mann aus Samarien, (…) hatte Mitleid, ging zu ihm hin und verband seine Wunden. Er hob ihn auf sein Reittier, ...»

Rev. D. Antoni CAROL i Hostench
(Sant Cugat del Vallès, Barcelona, )

Heute fragen wir uns: «Und, wer ist mein Nächster?» (Lc 10,29). Eine Geschichte besagt, dass einige Juden neugierig wurden, weil sie zu jeder Samstags-Vigil sahen, wie ihr Rabbi verschwand. Sie vermuteten, dass er ein Geheimnis hatte, möglicherweise mit Gott und betrauten einen von ihnen die Aufgabe, ihm zu folgen. Und so tat er es auch … Sehr begeistert führte er seine Aufgabe aus und folgte dem Rabbi bis zu einem Elendsviertel, wo er beobachten konnte, wie der Rabbi das Haus einer Frau pflegte und fegte: Die Frau war paralytisch. Er diente ihr und bereitete ihr für das Sabbatfest auch ein besonderes Essen zu. Als der Spion zurückkehrte, wurde er gefragt: «Wo ist er hingegangen? Zum Himmel zwischen den Wolken und den Sternen?». Und dieser antwortete: «Nein, er ist viel höher gestiegen!»

Andere mit unseren Werken zu lieben, dass ist das Höchste; auf diese Weise wird unsere Liebe offensichtlich. Den Nächsten nicht zu übersehen! »Christus selbst in den Armen ruft mit lauter Stimme seine Jünger zur Liebe auf.«, behauptet das Zweite Vatikanische Konzil in einem Dokument.

Als guter Samariter zu handeln bedeutet unsere Pläne zu ändern («ging zu ihm hin») und Zeit zu widmen («sorgte für ihn») ... Dies veranlasst uns, über die Figur des Wirts zu überlegen, denn wie der Heilige Johannes Paul II sagte: «Was hätte er ohne ihn tun können? In der Tat macht der Wirt die meiste Arbeit, während er in der Anonymität verbleibt. Wir können alle wie der Wirt handeln, in dem wir unsere eigenen Aufgaben mit Dienstgeist erfüllen. Jeder Beruf bietet uns die Möglichkeit, unmittelbar oder mittelbar den Notleidenden zu helfen (...) Die treue Erfüllung der beruflichen Pflichten ist auch eine Art und Weise die Liebe zu den Menschen und der Gesellschaft auszuüben».
Alles auf die Seite zu legen, um den Notleidenden entgegenzunehmen (der gute Samariter) und gute Arbeit aus Liebe zu leisten (der Wirt) sind die beiden Arten der Liebe, die uns entsprechen: «‘¿Wer (...) hat sich als der Nächste erwiesen?’. ‘Derjenige, der ihm gnädig gegenüberstand’. Da sagte Jesus zu ihm: ‘Dann geh und handle genauso!’» (Lc 10,36-37).

Wenden wir uns der Jungfrau Maria zu und Sie – unser Modell – möge uns helfen, sowohl die materiellen wie auch die spirituellen Bedürfnisse anderer zu entdecken.