Unsere Website verwendet Cookies, um die Benutzererfahrung zu verbessern. Wir empfehlen die Verwendung zu akzeptieren, um die Navigation voll ausnützen zu können.

Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

2. Fastensonntag (A)
Herunterladen
Evangeliumstext (Mt 17,1-9): In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.

Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst! Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus. Während sie den Berg hinab stiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.

„Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe“

Diácono D. Josep MONTOYA Viñas (Valldoreix, Barcelona, Spanien)

Heute, zu Beginn der Fastenzeit, lädt uns die Liturgie des Wortes ein, das Geheimnis der Verklärung des Herrn zu betrachten: „Jesus (…) nahm sie zu sich und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen verwandelt“ (Mt 17,1–2) – eine Erfahrung, die sie nicht vergessen werden (vgl. zum Beispiel 2 Petr 1,16–19). Dass Christus unser Leben verwandelt, ist eine Erfahrung, von der wir alle mehr oder weniger Zeugnis ablegen können. So oft schenkt uns der Herr Leben, indem er kleine Gesten unseres gewöhnlichen Daseins in außergewöhnliche Ereignisse verwandelt.

So oft werden unsere Gebete und Bitten wahr und überraschen uns, wie die strahlende Gestalt Jesu, die Petrus, Jakobus und Johannes heute sprachlos macht. Denn Jesus ist die Offenbarung der Liebe des Vaters in uns. Und dann können wir uns die Worte des Simon Petrus zu eigen machen: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind“ (Mt 17,4).

Doch unmittelbar danach lädt uns der Vater ein, eine Haltung einzunehmen, die uns so schwerfällt, in die Tat umzusetzen: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören“ (Mt 17,5). Papst Leo XIV. hat uns mehrfach darauf hingewiesen, dass „Christus das Leben verwandelt und uns ruft, auf ihn zu hören“. Das ist der Schlüssel zur Verklärung: auf den Sohn Gottes zu hören. Auf das Wort hören... bedeutet auch, unseren Hirten Gehör zu schenken, dem Sohn oder der Tochter mit ihren Sorgen zuzuhören, oder jenem Menschen, der in Einsamkeit oder Verzweiflung lebt, oder dem Kranken... und vor allem im Gebet auf unser Herz zu hören, von wo aus der Herr zu uns spricht.

„Steht auf und fürchtet euch nicht!“ (Mt 17,7), sagt ihnen Jesus Christus sofort. Die Verklärung ist auch eine Vorwegnahme der Auferstehung. Sie erinnert uns daran, dass nach dem Kreuz die Herrlichkeit kommt. In Zeiten der Dunkelheit, Krankheit oder des Leidens gibt uns diese Szene Hoffnung: Das letzte Wort hat nicht der Schmerz, sondern das Licht. Möge diese Haltung der Überraschung, Hoffnung und des Zuhörens uns besonders in dieser zweiten Fastenwoche begleiten.

Gedanken zum Evangelium des Tages

  • „Bei jener Verklärung handelte es sich vor allen Dingen darum, die Herzen der Jünger von dem Skandal des Kreuzes fernzuhalten und zu vehindern, dass die Demütigung der freiwilligen Passion ihren Glauben beeinträchtigte“ (Hl. Leo der Große)

  • „Hört auf ihn! Diese Einladung des Vaters ist sehr wichtig. Wir, die Jünger Jesu, sind dazu berufen, Menschen zu sein, die seine Stimme hören und seine Worte ernst nehmen“ (Franziskus)

  • „Wie die Evangelien berichten, ertönte in zwei feierlichen Momenten, bei der Taufe und der Verklärung Christi, die Stimme des Vaters, der ihn als seinen „geliebten Sohn“ bezeichnete. Jesus nennt sich Gottes ,,eingeborenen [einziggezeugten] Sohn" (Joh 3,16) und bekräftigt damit seine ewige Präexistenz. Er verlangt, „an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes" (Joh 3,18) zu glauben...““ (Katechismus der katholischen Kirche, Nr. 444)

Andere Kommentare

«Und er wurde vor ihren Augen verwandelt»

Rev. D. Jaume GONZÁLEZ i Padrós (Barcelona, Spanien)

Heute, auf dem Wege zur Karwoche, hören wir im Wortgottesdienst die Verklärung Jesu Christi. Obgleich in unserem liturgischen Kalender ein eigener Feiertag für dieses Ereignis reserviert ist (6. August), werden wir jetzt dazu eingeladen, dieselbe Szene im Hinblick auf die innige Beziehung zu den Vorgängen des Leidens, Tod und Auferstehung unseres Herrn zu betrachten.

In der Tat, es näherte sich die Passion Jesu, und sechs Tage, bevor er auf den Berg Tabor stieg, kündete er mit aller Klarheit an, «dass er nach Jerusalem gehen und durch die Ältesten, die Hohenpriester und Schriftgelehrten viel leiden müsste, getötet und am dritten Tage auferstehen würde» (Mt 16,21).

Aber die Jünger waren nicht darauf vorbereitet, ihren Herrn leiden zu sehen. Er, der sich immer voll Mitleid gegenüber den Hilflosen gezeigt hatte, der die Reinheit der von der Lepra geschädigten Haut wieder hergestellt, die Augen so vieler Blinden erleuchtet und gelähmte Glieder beweglich gemacht hatte, dessen Körper konnte jetzt nicht durch Schläge und Geisseln entstellt werden. Aber Er, trotz allem, bestätigte ohne Verschönerung, «dass er viel leiden müsste». Unglaublich! Unmöglich!

Aber allem Unverständnis zum Trotz weiß Jesus, wozu er auf diese Welt gekommen ist. Er weiß, dass er alle Schwachheiten und Schmerzen, die die Menschheit bedrücken, auf sich nehmen muss, um sie zu vergöttlichen und sie so vom Laster der Sünde und dem Tod zu befreien, sodass der Tod, einmal besiegt, nun die Menschen, die als Ebenbild Gottes geschaffen sind, nicht mehr unterjochen kann.

Deswegen ist die Verklärung eine wunderschöne „Ikone“ unserer Erlösung, wo das Fleisch des Herrn im Glanz der Auferstehung gezeigt wird. Und wenn er mit der Ankündigung seines Todes die Apostel geängstigt hatte, bekräftigt er nun im Glanz seiner Göttlichkeit ihre Hoffnung auf die österliche Freude, wenn auch, sowohl Petrus als auch Jakobus und Johannes, nicht so richtig verstehen, was das eigentlich bedeutet...von den Toten auferstehen (vgl. Mt 17,9). Sie werden es schon noch verstehen!