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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

  1. August: Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein), Märtyrin und Ordensfrau, Patronin Europas
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Evangeliumstext (Joh 4, 19-24): Die Frau sagte zu Jesus: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss. Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. Aber die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.

«Fürchtet euch nicht»

Rev. D. Fidel CATALÁN i Catalán (Terrassa, Barcelona, Spanien)

Heute feiern wir das Fest der heiligen Teresia Benedicta vom Kreuz, Edith Stein, Patronin von Europa. Sie lebte voller Mut ihre Bekehrung vom Judentum zum Katholizismus und stellte sich auch mutig ihrem Martyrium während des zweiten Weltkrieges. Bei verschiedenen Gelegenheiten bezieht sich das Evangelium auf die Worte: «Fürchtet euch nicht». Zum größten Teil handelt es sich um Augenblicke besonderer Bedeutung. Erinnern wir uns beispielsweise nur einmal an die Verkündigung an die Jungfrau Maria, Mutter Gottes.

Diese Worte sind mehr eine positive Aufforderung als eine negative Haltung. Die unmittelbar vorausgehenden Texte von Matthäus, (die wir in diesen Tagen gelesen haben), zeigen uns, dass die Mission der Apostel keineswegs ohne Schwierigkeiten und Verfolgungen war. Der heutige Text ist mehr eine Einladung zu wahrer Hoffnung. Der echte Jünger muss ein unerschrockener, kühner Mensch sein.

Unter diesen Ausdrücken könnte man das verstehen, was die Kirche als „heilige Gottesfurcht” formuliert hat, was eine der sieben Gaben des Heiligen Geistes ist. Das heutige Evangelium präsentiert uns einige der Eigenschaften dieser Gabe. Es geht eigentlich nicht um Furcht im wahrsten Sinne des Wortes, sondern um die Art des Verhältnisses zu Gott.

Wenn Er, der Vater, die Menschen auf erhabenere Weise behütet, als die, die er in vorhersehender Sorge für die Vögel zeigt (vgl. Mt 10,29.31), schafft er eine noch stärkere Beziehung zu dem auserlesensten seiner Geschöpfe, dem Menschen. Die Gottesfurcht lässt den, der weiß, dass Jesus ihn vor dem Vater anerkennen wird, dieses Verhältnis mit Achtung und Vertrauen, anspruchsvoll und mit Verantwortung leben.

Diese Beziehung, die nur Sinn hat, wenn sie echt ist, spornt den wahren Jünger an. Und die Echtheit dieser Beziehung wird von menschlicher Seite bewertet, denn von göttlicher Seite her ist sie schon über die Maßen gewährleistet. Die Heiligen helfen uns, diese Beziehung, die auf der heiligen Gottesfurcht gründet, uns einzuverleiben und zu leben. Heute wird sie durch das Gedenken an die heilige Teresia Benedicta vom Kreuz vergegenwärtigt. Sie suchte sie und einmal gefunden, verharrte sie in dieser Beziehung.

Gedanken zum Evangelium des Tages

  • „Wenn ich das Schicksal meiner Schwestern und Brüder nicht teilen kann, ist mein Leben in gewisser Weise zerstört” (Heilige Teresia Benedicta vom Kreuz)

  • „Die heilige Teresa Benedicta vom Kreuz hat verstanden, dass die Liebe Christi und die Freiheit des Menschen miteinander verflochten sind. Die Suche nach Freiheit und ihre Übertragung in Liebe schien ihr nicht widersprüchlich zu sein” (Hl. Johannes Paul II.)

  • „ (…) Die Kirche muß unter Führung des Geistes Christi denselben Weg gehen, den Christus gegangen ist, nämlich den Weg der Armut, des Gehorsams, des Dienens und des Selbstopfers bis zum Tode hin, aus dem er dann durch seine Auferstehung als Sieger hervorging". „Das Blut der Märtyrer ist Same der Christen” (Tertullian)” (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 852)