Unsere Website verwendet Cookies, um die Benutzererfahrung zu verbessern. Wir empfehlen die Verwendung zu akzeptieren, um die Navigation voll ausnützen zu können.

Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

Freitag der 1. Woche im Jahreskreis

Herunterladen
Evangeliumstext (Mk 2,1-12): Als er einige Tage später nach Kafarnaum zurückkam, wurde bekannt, daß er (wieder) zu Hause war. Und es versammelten sich so viele Menschen, daß nicht einmal mehr vor der Tür Platz war; und er verkündete ihnen das Wort.

Da brachte man einen Gelähmten zu ihm; er wurde von vier Männern getragen. Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen (die Decke) durch und ließen den Gelähmten auf seiner Tragbahre durch die Öffnung hinab. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!

Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten im stillen: Wie kann dieser Mensch so reden? Er lästert Gott. Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott? Jesus erkannte sofort, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was für Gedanken habt ihr im Herzen? Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, daß der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause!

Der Mann stand sofort auf, nahm seine Tragbahre und ging vor aller Augen weg. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen.

«Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! (...). Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause!»

Rev. D. Joan Carles MONTSERRAT i Pulido (Cerdanyola del Vallès, Barcelona, Spanien)

Heute sehen wir den Herrn wieder umgeben von einer Menschenmenge. Es kamen so viele zusammen, so dass sie auch draussen vor der Tür keinen Platz hatten. Sein Herz wird schwach im Angesicht der anderen und er verschafft ihnen so viel Gutes wie möglich: er verzeiht, bekehrt und heilt gleichzeitig. Zweifellos erweist er ihnen materielle Hilfe (in dem heutigen Fall heilt er einen Gelähmten), aber im Grunde sucht er das einzig Wichtige für jeden von uns: das Wohl der Seele.

Jesus,der Retter, will uns eine sichere Hoffnung für unsere Rettung hinterlassen: Er ist sogar fähig, unsere Sünden zu verzeihen und unsere moralische Schwäche zu bemitleiden. Zunächst sagt er einschränkend: „Sohn,deine Sünden sind dir vergeben“ (Matth 2,5). Danach sehen wir, wie er die Vergebung der Sünden –die Er unermüdlich und grossherzig erweist- einem aussergewöhnlichen Wunder zuteilt, das wir mit unseren eigenen Augen erfühlen können. So, als wolle Er mit unserem physischen Auge die Augen des Glaubens eröffnen, nachdem Er dem Gelähmten die Sünden verzeiht und seine Lähmung heilt: „So sage ich dir: steh auf, nimm dein Bett und geh heim. Da stand er auf, nahm sogleich sein bett und ging vor aller Augen weg“ (Matth 2,11-12).

Dieses Wunder können wir häufig wiedererleben in der Beichte. Bei den Absolutionsworten des Beichtvaters („Ich vergebe dir im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“) bietet uns Jesus wiederum die Vergebung unserer Sünden an, ähnlich einer äusseren Sicherheit, die der aussergewöhnlichen Heilung des Gelähmten von Kafarnaum gleichkommt.

Jetzt beginnen wir aufs Neue die gewöhnliche Zeit. Wir Gläubigen werden an die dringende Notwendigkeit erinnert zu einem ehrlichen und personlichen Treffen mit dem barmherzigen Jesus Christus. Er lädt uns in dieser Zeit dazu ein, uns nicht herabzusetzen und nicht die nötige Vergebung ausser Acht zu lassen, die Er uns in seiner Kirche anbietet.

Fröhliche Weihnachten und Gottes Segen für ein glückliches Neues Jahr 2021!