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Ein Team von 200 Priestern kommentiert das Evangelium des Tages

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Liturgischer Tag: 4. Sonntag (C) der Osterzeit

Evangeliumstext (Joh 10,27-30): In jener Zeit sprach Jesus: Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.

„Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie“

Rev. D. Antoni CAROL i Hostench
(Sant Cugat del Vallès, Barcelona, )

Heute ist der Blick Jesus über die Menschen der eines guten Hirten, der die Verantwortung für die anvertrauten Schafe übernimmt und sich um jedes von ihnen kümmert. Zwischen ihm und ihnen entsteht ein Bund, ein Instinkt, mit dem sie sich kennen und die Treue halten: „Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir“ (Joh 10,27). Die Stimme des guten Hirten ist immer eine Einladung, ihm zu folgen, sich wie magnetisch von ihm anziehen zu lassen.

Christus hat uns nicht nur mit seinem Beispiel und seiner Lehre für sich gewonnen, sondern auch durch den Preis seines Blutes. Wir haben ihn viel gekostet, und daher möchte Er keinen von uns verlieren. Dennoch kommt es, wie es kommen musste: Einige folgen dem Ruf des Herrn, und andere nicht. Die Verkündung des Evangeliums erzürnt manche und macht anderen Freude. Was haben die einen, das die anderen nicht haben? Der Heilige Augustinus sagte angesichts des tiefgründigen Geheimnisses der göttlichen Auswahl: „Gott verlässt dich nicht, wenn du Ihn nicht verlässt“. Er wird dich nicht fallen lassen, wenn du ihn nicht fallen lässt. Beschuldige also nicht Gott, die Kirche oder die anderen, denn das Problem deiner Untreue nur dein eigenes. Gott verweigert niemandem seine Gnade. Es ist unsere Stärke, dass wir uns an die Gnade Gottes anklammern können. Es ist nicht unser Verdienst - wir sind einfach „begnadet“ worden.

Der Glaube tritt durch das Ohr in uns ein, durch das Hören des Wortes des Herren. Somit ist die größte Gefahr die Taubheit - die Stimme des guten Hirten nicht zu hören, weil wir den Kopf voller Lärm und anderen, widersprechenden Stimmen haben. Es ist das, was die geistlichen Übungen des Heiligen Ignatius als „sich taub stellen“ bezeichnet haben - wissen, dass der Herr dich ruft, und weghören. Der, der sich des Rufes Gottes bewusst ist, ihn aber immer wieder abweist, der wird den Einklang mit Jesus und die Freude des Christseins verlieren, um auf anderen Weiden zu grasen, die weder sättigen noch das ewige Leben bringen. Dennoch ist Er der einzige, der sagen kann: „Ich gebe ihnen ewiges Leben.“ (Joh 10,28).