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Ein Team von 200 Priestern kommentiert das Evangelium des Tages

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Liturgischer Tag: Dienstag der 6. Osterwoche

Evangeliumstext (Joh 16,5-11): In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: «Jetzt gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: ‚Wohin gehst du?‘ Vielmehr ist euer Herz von Trauer erfüllt, weil ich euch das gesagt habe. Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen (und aufdecken), was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist; Sünde: dass sie nicht an mich glauben; Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; Gericht: dass der Herrscher dieser Welt gerichtet ist».

«Es ist gut für euch, dass ich fortgehe»

+ Rev. D. Lluís ROQUÉ i Roqué
(Manresa, Barcelona, )

Heute betrachten wir einen weiteren, für die Gründung seines Reiches notwendigen Abschied Jesu. Dennoch schließt er ein Versprechen ein: „Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden“(Joh 16,7).

Ein Versprechen, das sich in geradezu stürmischer Weise erfüllt am Pfingsttag, zehn Tage nach Jesu Aufstieg in den Himmel. Jener Tag nimmt nicht nur die Traurigkeit aus den Herzen der Apostel und derer, die mit Maria, der Mutter Jesu versammelt waren (vgl. Apg 1,13-14), er festigt und verstärkt sie im Glauben: “Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab” (Apg 2,4).

Ein Umstand, der “gegenwärtig wird” im Laufe der Jahrhunderte durch die Kirche, einzige, heilige, katholische und apostolische, da ja durch die Wirkung des versprochenen Geistes selbst allen und überall verkündet wird, dass Jesus von Nazareth – der Sohn Gottes, geboren von der Jungfrau Maria, der gekreuzigt wurde, starb und begraben wurde – wahrhaftig auferstanden ist, er sitzt zur Rechten Gottes des allmächtigen Vaters (vgl. das Glaubensbekenntnis) und lebt unter uns. Sein Geist ist in uns durch die Taufe und macht uns zu Söhnen in dem Sohn, er bestätigt aufs neue seine Gegenwart in jedem einzelnen von uns am Tag der Firmung. All dies, um unsere Berufung zur Heiligkeit zu vollenden und die Sendung zu verstärken, andere zu rufen, Heilige zu werden.

So können wir alle - dank des Willens des Vaters, der Erlösung des Sohnes und der beständigen Wirkung des Heiligen Geistes – in völliger Treue dem Ruf folgen, Heilige zu sein; und mit einer kühnen apostolischen Nächstenliebe, ohne Ausschließungen die Mission zu vollbringen, den anderen vorzuschlagen und zu helfen es zu sein.

Wie die ersten – wie die Gläubigen stets – bitten wir mit Maria und darauf vertrauend, dass der Beistand erneut kommt und dass es ein neues Pfingsten geben wird, sagen wir: “Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen, und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe!“ (Pfingsthalleluja).