Ein Team von 225 Priestern kommentiert das Evangelium des Tages
225 Priestern kommentiert das Evangelium des Tages
Betrachtung des heutigen Evangeliums
Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)
„Wenn du ein Gastmahl gibst, lade die Armen ein, (…) denn sie können es dir nicht vergelten; du aber wirst bei der Auferstehung der Gerechten belohnt werden.“
Fr. Austin Chukwuemeka IHEKWEME (Ikenanzizi, )Heute lehrt uns der Herr den wahren Sinn christlicher Großzügigkeit: Sich anderen hinzugeben. „Wenn du ein Mittag- oder Abendessen gibst, rufe nicht deine Freunde, deine Brüder, deine Verwandten oder deine reichen Nachbarn; sie könnten dich ihrerseits wieder einladen, und da hättest du schon deine Vergeltung.” (Lk 14,12).
Der Christ benimmt sich in der Welt wie ein ganz gewöhnlicher Mensch; doch die Grundhaltung für den Umgang mit seinen Mitmenschen darf weder eine menschliche Gegenleistung noch Eitelkeit sein; er muss vor allem die Ehre Gottes suchen, ohne einen anderen Lohn zu erwarten als den des Himmels. „Im Gegenteil, wenn du ein Gastmahl gibst, rufe die Armen, die Verkrüppelten, die Lahmen und die Blinden; dann wirst du glücklich sein, da sie dir nicht vergelten können; aber dir wird vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten” (Lk 14,13-14).
Der Herr lädt uns ein, uns allen Menschen bedingungslos hinzugeben – allein bewegt von der Liebe zu Gott und dem Nächsten um des Herrn willen. „Wenn ihr denen leiht, von denen ihr zurückzuerhalten hofft: Welchen Verdienst habt ihr dann? Auch die Sünder leihen den Sündern, um das Entsprechende zurückzuerhalten” (Lk 6,34).
Der Herr hilft uns zu verstehen, dass wir von Gott einen großen Lohn erhalten, wenn wir uns großzügig hingeben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, und so seine bevorzugten Kinder sein werden. Das sagt uns Jesus so: „Liebt vielmehr eure Feinde, tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erwarten! Dann wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Kinder des Höchsten sein” (Lk 6,35).
Bitten wir die hl. Jungfrau darum, großherzig zu sein und uns vor jeder egoistischen Neigung zu hüten – so wie ihr Sohn es tat. „Egoist. – Du denkst immer nur an dich. – Du scheinst unfähig zu sein, die Brüderlichkeit Christi zu spüren: In den anderen siehst du keine Brüder; du siehst Stufen zum Erfolg (...)” (Hl. Josefmaría).