Ein Team von 224 Priestern kommentiert das Evangelium des Tages
224 Priestern kommentiert das Evangelium des Tages
Betrachtung des heutigen Evangeliums
Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)
Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die Klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen.
Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.
"Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!"
Rev. P. Anastasio URQUIZA Fernández MCIU (Monterrey, )Heute sind wir eingeladen, über das Ende unseres Daseins nachzudenken; es ist eine Mahnung des lieben Gottes an unser letztes Ziel – spielen wir also nicht mit dem Leben. „Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die mit ihren Lampen in der Hand hinausgingen, um dem Bräutigam entgegenzugehen.“ (Mt 25,1). Wie das Leben eines jeden Menschen endet, hängt von dem gewählten Weg ab; der Tod ist die Folge des Lebens, das man in dieser Welt geführt hat, klug oder törichterweise. Töricht sind jene jungen Frauen, die die Botschaft Jesu zwar gehört, aber nicht in die Tat umgesetzt haben. Klug sind jene, die sie in ihrem Leben verwirklicht haben; deshalb sind sie zum Hochzeitsmahl des Reiches zugelassen.
Dieses Gleichnis ist ein sehr ernster Weckruf. „Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde“ (Mt 25,13). Lasst niemals die Lampe des Glaubens verlöschen, denn irgendein Augenblick kann der letzte sein. Das Reich ist bereits da. Entzündet eure Lampen mit dem Öl des Glaubens, der Geschwisterlichkeit und der gegenseitigen Liebe. Unsere Herzen voller Licht werden es uns ermöglichen, echte Freude hier und jetzt zu erleben. Auch die Menschen um uns herum werden erleuchtet und die Freude über die Gegenwart des erwarteten Bräutigams erfahren. Jesus bittet uns, dass es unseren Lampen niemals an diesem Öl fehlen möge.
Wenn sich daher das Zweite Vatikanische Konzil – das seine Bilder für die Kirche aus der Bibel wählt – auf diesen Vergleich von Bräutigam und Braut bezieht, spricht es folgende Worte aus: „Die Kirche wird auch als die makellose Braut des makellosen Lammes beschrieben; die, die Christus geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie zu heiligen, hat sie durch einen unauflöslichen Bund mit sich verbunden und nährt und pflegt sie unablässig. Er wollte sie – frei von jedem Makel – mit sich vereint und sich durch Liebe und Treue untergeordnet wissen.“