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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

Fronleichnam (B)

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Evangeliumstext (Mk 14,12-16.22-26): Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote, an dem man das Paschalamm schlachtete, sagten die Jünger zu Jesus: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten? Da schickte er zwei seiner Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in die Stadt; dort wird euch ein Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm, bis er in ein Haus hineingeht; dann sagt zu dem Herrn des Hauses: Der Meister lässt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Paschalamm essen kann? Und der Hausherr wird euch einen großen Raum im Obergeschoss zeigen, der schon für das Festmahl hergerichtet und mit Polstern ausgestattet ist. Dort bereitet alles für uns vor! Die Jünger machten sich auf den Weg und kamen in die Stadt. Sie fanden alles so, wie er es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.

Als es Abend wurde, kam Jesus mit den Zwölf. Während sie nun bei Tisch waren und aßen, sagte er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern, einer von denen, die zusammen mit mir essen. Da wurden sie traurig, und einer nach dem andern fragte ihn: Doch nicht etwa ich? Er sagte zu ihnen: Einer von euch Zwölf, der mit mir aus derselben Schüssel isst. Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre. Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes.

Nach dem Lobgesang gingen sie zum Ölberg hinaus.

«Nehmt: das ist mein Lieb, das ist mein Blut...»

Mons. José Ángel SAIZ Meneses, Erzbischof von Sevilla (Sevilla, Spanien)

Heute begehen wir feierlich das „außergewöhnliche Geschenk“ der Gegenwart Christi unter uns. „Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. (...)“. (Mk 14,22.24). Machen wir uns bereit, in unseren Seelen das „eucharistische Wunder“ zu betrachten. (Heiliger Johannes Paul II).

Am Passahfest feierte das jüdische Volk die Heilsgeschichte, die Wunder Gottes zu Gunsten seines Volkes, insbesondere die Befreiung aus der Sklaverei von Ägypten. Bei dieser Gelegenheit aß jede Familie das Osterlamm. Jesus Christus ist das neue und endgültige Osterlamm, am Kreuz geopfert und als eucharistisches Brot gegessen.

Die Eucharistie ist ein Opfer, vorgezeichnet beim Letzten Abendmahl: das Opfer von Jesu Leib, getötet am Kreuz, das Opfer seines Bluts, für uns alle vergossen. Im Laufe der Geschichte wird dieses Opfer in jeder Eucharistiefeier wieder aktuell. Die Eucharistie ist unsere Nahrung: die neue Speise, die den Christen auf ihrem Weg zum Vater Kraft und Leben verleiht.

Die Eucharistie ist Gegenwart Christi in unserer Mitte. In der Eucharistie bleibt der auferstandene und verherrlichte Christus auf geheimnisvolle, aber reelle Weise, unter uns. Die eucharistische Gegenwart versichert uns, dass er für immer bei uns bleibt und sein Heilsgeschehen bewirkt.

Die Eucharistie ist ein Geheimnis des Glaubens. Sie ist die Mitte, aus der die Kirche lebt. Sie ist Ursprung und Quelle der christlichen Existenz. Ohne eucharistisches Leben wird der christliche Glaube auf eine Philosophie reduziert.

Bei der Einsetzung der Eucharistie gibt Jesus uns das Gebot der Liebe. Hier handelt es sich nicht um die letzte Empfehlung eines Freundes, der auf Reisen geht, oder eines Vaters im Anblick des bevorstehenden Todes, sondern um die Bestätigung einer Dynamik, die er uns bietet. Bei der Taufe wurde uns ein neues Leben geschenkt, das von der Eucharistie genährt wird. Die Dynamik dieses Lebens drängt uns, die anderen zu lieben.

Es ist eine Dynamik bis hin zur Hingabe des Lebens: daran soll man erkennen, dass wir Christen sind.