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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

Dreifaltigkeitssonntag (C)

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Evangeliumstext (Lk 9,11b-17): In jener Zeit redete Jesus zum Volk vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften. Als der Tag zur Neige ging, kamen die Zwölf und sagten zu ihm: Schick die Leute weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort. Er antwortete ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; wir müssten erst weggehen und für dieses ganze Volk etwas zu essen kaufen.

Es waren nämlich etwa fünftausend Männer. Er aber sagte zu seinen Jüngern: Lasst sie sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig lagern! Die Jünger taten so und veranlassten, dass sich alle lagerten. Jesus aber nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis und brach sie; dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten. Und alle aßen und wurden satt. Als man die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll.

«Gebt ihr ihnen zu essen!»

Rev. D. Antoni CAROL i Hostench (Sant Cugat del Vallès, Barcelona, Spanien)

Heute ist der größte Tag für das Herz eines Christen, da die Kirche, nachdem sie am Gründonnerstag die Einsetzung der Eucharistie gefeiert hat, jetzt die besondere Hervorhebung dieses erhabenen Sakramentes sucht, danach trachtend, dass wir alle es unbegrenzt anbeten können. «Quantum potes, tantum aude...», was du kannst, das sollst du wagen“...: Dazu lädt uns der hl. Thomas von Aquin in einer wunderbaren Lobeshymne auf die Eucharistie ein. Und diese Einladung fasst auf wunderbare Weise zusammen, welches die Gefühle unseres Herzens sein sollten im Hinblick auf die wirkliche Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie. Was immer wir auch tun mögen im Versuch einer so demütigen, verborgenen und eindrucksvollen Hingabe zu entsprechen, ist wenig. Der Schöpfer des Himmels und der Erde verbirgt sich unter den sakramentalen Gestalten und bietet sich als Speise für unsere Seelen an. Es ist das Brot der Engel und die Nahrung für die, die wir noch auf dem Wege sind. Und es ist ein Brot, das uns in Fülle gegeben wird wie das Brot, das von Jesus auf wunderbare Weise vermehrt und kostenlos verteilt wurde, um zu verhindern, dass die, die ihm gefolgt waren, vor Schwäche umfielen. «Alle aßen bis sie gesättigt waren. Es wurden die Reste eingesammelt, die übrig waren: zwölf Körbe voll» (Lk 9,17).

Vor dieser Überfülle von Liebe sollte eine nachlässige Haltung ausgeschlossen sein. Ein gläubiger, aufmerksamer und tiefer Blick auf dieses göttliche Sakrament macht notwendigerweise einem dankbaren Gebet Platz und entzündet das Herz. Der hl. Josef Maria pflegte in seinen Predigten die Worte eines alten und frommen Prälaten zu wiederholen, welche dieser an seine Priester richtete: «Behandelt mir Ihn gut».

Eine kurze Gewissenserforschung kann uns helfen herauszufinden, wie wir Jesus im Sakrament mit mehr Feinfühligkeit begegnen können: Reinheit unserer Seele- sie muss immer im Stande der Gnade stehen, um ihn zu empfangen-, Korrektheit in der Art uns zu kleiden- als äußeres Zeichen der Liebe und Achtung-, Häufigkeit, mit der wir uns nähern ihn zu empfangen, wie oft wir ihn im Tabernakel besuchen…Die Aufmerksamkeiten gegenüber dem Herrn in der Eucharistie müssten unzählig sein. Kämpfen wir darum, dass wir Jesus im Sakrament mit jener Reinheit, Demut und Andacht empfangen, mit der ihn seine Mutter empfing, und mit dem Geist und der Inbrunst der Heiligen.