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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

Sonntag der 30. Woche im Jahreskreis (A)

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Evangeliumstext (Mt 22,34-40): In jener Zeit als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

«Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen (...). Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst»

Rev. D. Antoni CAROL i Hostench (Sant Cugat del Vallès, Barcelona, Spanien)

Heute erinnert uns die Kirche mit einer Zusammenfassung an unser „Verhalten im Leben“ („an diesen beiden Geboten ist das ganze Gesetz und die Propheten anängig“: Mt 22,40). Der Heilige Matthias und der Heilige Marcus, legen es auf die Lippen von Jesus Christus; der Heilige Lukas, auf die eines Pharisäers. Immer in der Form des Dialogs. Wahrscheinlich würden sie dem Herrn mehrfach ähnliche Fragen stellen. Jesus antwortet mit dem Beginn des Shema: ein Gebet aus zwei Zitaten des Deuteronomius und eines des Numerus, welches die leidenschaftlichen Juden mindestens zweimal am Tag rezitiert haben: „Höre Israel“ Der Herr dein Gott (...)“. Beim rezitieren wird man sich Gottes bewusst im täglichen tun und gleichzeitig erinnert man sich an das wichtigste im Leben: Gott zu lieben und vor allem die „kleinen Götter“ und seinen nächsten wie sich selbst. Danach, als das lezte Abendmahl vorbei war, erklärt Jesus anhand des Beispiels des Füsse waschens ein „neues Gebot“: sich lieben so wie Er uns liebt, mit „Göttlicher Kraft“ (Jn 14, 34-35).

Man muss sich dazu entscheiden dieses süsse Gebot zu praktizieren – mehr als ein Gebot ist es eine Erhebung und Fähigkeit – in dem Umgang mit den anderen: Menschen und Dingen, Arbeit und Ruhe, Geist und Materie, weil alles ist eine Kreatur Gottes.

Auf der anderen Seite, wenn man von der Liebe Gottes impregniert ist, und sie uns in unserem gesammten sein berührt, sind wir befähigt „dem Göttlichen“ dieser Liebe zu antworten. Der barmherzige Gott nimmt nicht nur die Sünden von dieser Welt (Jn 1,29), sondern vergöttlicht uns, wir sind „Teilhaber“ (nur Jesus ist von Natur aus Sohn) der göttlichen Natur; wir sind Kinder des Vaters im Sohn durch den Heiligen Geist. Der Heilige Josemaria sprach gerne von der „Vergöttlichung“, ein Wort das verwurzelt ist in den Vätern der Kirche. Zum Beispiel schrieb der Heilige Basilius: „so wie die klaren und transparenten Körper, wenn sie Licht erblicken, anfangen durch sich selbst zu leuchten, so leuchten diejenigen die vom Geist erleuchtet wurden. Das beinhaltet die Gabe der Gnade, unendlicher Freude und verbleiben in Gott....und das höchste Ziel: die Vergöttlichung“. Lasst es uns erbitten!