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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

Samstag der 6. Woche im Jahreskreis

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Evangeliumstext (Mk 9,2-13): Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus.

Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, daß wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wußte nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus.

Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgend jemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie, und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen.

Da fragten sie ihn: Warum sagen die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen? Er antwortete: Ja, Elija kommt zuerst und stellt alles wieder her. Aber warum heißt es dann vom Menschensohn in der Schrift, er werde viel leiden müssen und verachtet werden? Ich sage euch: Elija ist schon gekommen, doch sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten, wie es in der Schrift steht.

«Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgend jemand zu erzählen»

Rev. D. Xavier ROMERO i Galdeano (Cervera, Lleida, Spanien)

Heute zeigt uns das Evangelium der Verklärung des Herrn ein gelöstes Rätsel. Das Evangelium nach Markus ist voller messianischer Geheimnisse, voller Augenblicke und Taten, deren Bekanntgabe Jesus verbietet. Heute stehen wir vor einem Musterbeispiel davon. So „verbot er ihnen, irgend jemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei.“ (Mk 9,9).

Worin besteht nun dieses messianische Geheimnis? Es geht darum, den Schleier leicht anzuheben, um das zu sehen, was sich darunter verbirgt, was aber erst am Ende der Tage Jesu unter dem Licht seines Ostergeheimnisses in seiner Ganzheit enthüllt wird. Heute liegt es für uns in diesem Evangelium klar vor Augen: die Verklärung ist ein Augenblick, ein Vorgeschmack der Verherrlichung, der beabsichtigt, den Jüngern den Sinn jenes intimen Augenblicks zu offenbaren.

Jesus hatte seinen Jüngern sein unmittelbar bevorstehendes Leiden verkündet. Als er sie jedoch so verwirrt wegen eines so tragischen Endes sah, legte er ihnen mit Wort und Tat dar, wie das Ende seiner Tage sein wird: Tage des Leidens, des Todes, die aber in die Auferstehung münden werden. Hierin besteht das geoffenbarte Geheimnis. Der Hl. Thomas von Aquin schreibt „Damit jemand einen Weg rechten Herzens begeht, ist es notwendig, dass er in irgendeiner Weise im Voraus das Ziel kennt, das er anstrebt“.

Auch unser Leben als Christen hat ein Ziel, das von unserem Herrn Jesus Christus geoffenbart wurde: das ewige Glück bei Gott. Aber auf dem Weg zu diesem Ziel wird es an Opfer und Kreuz nicht fehlen. Wir sollten trotz allem die lebendige Botschaft aus dem heutigen Evangelium gut in Erinnerung behalten: auf dieser oft scheinbaren Sackgasse unseres Lebens wird durch unsere Treue Gott gegenüber und durch ein im Geiste der Seligpreisungen tief verwurzeltes Leben das tragische Ende doch in Stücke zerfallen, und wir werden ein unendliches Glück bei Gott genießen.