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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

Montag der 9. Woche im Jahreskreis

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Evangeliumstext (Mk 12,1-12): In jener Zeit begann Jesus zu den Hohenpriestern, den Schriftgelehrten und den Ältesten in Form von Gleichnissen zu reden. Er sagte: Ein Mann legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land.

Als nun die Zeit dafür gekommen war, schickte er einen Knecht zu den Winzern, um bei ihnen seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs holen zu lassen. Sie aber packten und prügelten ihn und jagten ihn mit leeren Händen fort. Darauf schickte er einen anderen Knecht zu ihnen; auch ihn misshandelten und beschimpften sie. Als er einen dritten schickte, brachten sie ihn um. Ähnlich ging es vielen anderen; die einen wurden geprügelt, die andern umgebracht. Schließlich blieb ihm nur noch einer: sein geliebter Sohn. Ihn sandte er als Letzten zu ihnen, denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. Die Winzer aber sagten zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, dann gehört sein Erbgut uns. Und sie packten ihn und brachten ihn um und warfen ihn aus dem Weinberg hinaus.

Was wird nun der Besitzer des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Winzer töten und den Weinberg anderen geben. Habt ihr nicht das Schriftwort gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder?

Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen; aber sie fürchteten die Menge. Denn sie hatten gemerkt, dass er mit diesem Gleichnis sie meinte. Da ließen sie ihn stehen und gingen weg.

„Als nun die Zeit dafür gekommen war, schickte er einen Knecht zu den Winzern, um bei ihnen seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs holen zu lassen“

Rev. D. Antoni CAROL i Hostench (Sant Cugat del Vallès, Barcelona, Spanien)

Heute lädt uns der Herr ein, seinen Weinberg zu begehen: „Ein Mann legte einen Weinberg an (...) und verpachtete ihn an Winzer“ (Mk 12,1). Wir alle sind Winzer dieses Weinbergs. Der Weinberg ist unser eigener Geist, die Kirche und die ganze Welt. Gott möchte Früchte von uns. Zunächst unsere persönliche Heiligwerdung; sodann ein stetiges Apostolat unter unseren Freunden, die unser Beispiel und unser Wort dazu bringen mögen, sich jeden Tag mehr Christus zu nähern; schließlich die Welt, die sich in einen guten Lebensraum verwandeln wird, wenn wir unsere Berufstätigkeit, unsere sozialen Beziehungen und unsere Hauptaufgabe dem Gemeinwohl gegenüber heilig halten.

Welche Art von Winzern sind wir? Solche, die hart arbeiten, oder solche, die böse werden, wenn der Herr seine Knechte aussendet, um die Pacht zu erheben? Wir können uns denen widersetzen, die die Verantwortung haben, uns zu helfen, die Früchte aufzuteilen, die Gott von uns erwartet. Wir können Einwände erheben gegen die Lehren der Mutter Kirche und des Papstes, der Bischöfe, oder – vielleicht bescheidener – unserer Eltern, unseres Seelsorgers oder jenes guten Freundes, der versucht, uns zu helfen. Wir können zudem aggressiv werden und versuchen, die vorher Genannten zu verletzen oder sogar „umzubringen“ mittels unserer negativen Kritik und Kommentare. Wir sollten uns selbst prüfen hinsichtlich der tatsächlichen Gründe für die beschriebene Haltung. Vielleicht brauchen wir eine tiefere Kenntnis unseres Glaubens; vielleicht müssen wir uns selbst besser kennenlernen, eine bessere Selbstprüfung durchführen, um die Gründe zu erkennen, warum wir keine Früchte hervorbringen wollen.

Bitten wir Unsere Mutter Maria um ihre Hilfe, damit wir mit Liebe arbeiten können unter Führung des Papstes. Alle können wir „gute Hirten“ und „Fischer“ von Menschen sein. „Brechen wir also auf und bitten den Herrn, er möge uns helfen, Frucht zu bringen, eine Frucht, die bleibt. Nur so wird die Erde vom Tal der Tränen in einen Garten Gottes verwandelt“ (Benedikt XVI.). Wir könnten unseren Geist an Jesus Christus annähern, den Geist unserer Freunde oder den der ganzen Welt, wenn wir nur die Lehren des Heiligen Vaters lesen und darüber nachdenken würden und versuchten, sie in die Tat umzusetzen.