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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

Mittwoch der 2. Woche im Advent

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Evangeliumstext (Mt 11,28-30): In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

„Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.“

Rev. D. Antoni CAROL i Hostench (Sant Cugat del Vallès, Barcelona, Spanien)

Heute führt uns Jesus zur Ruhe in Gott. Er ist zwar ein strenger Vater, weil er uns liebt und uns einlädt, ihm alles hinzugeben, aber er ist kein Scharfrichter. Fordert er etwas von uns, so tut er es, um uns in seiner Liebe wachsen zu lassen. Das einzige Gebot ist das Gebot der Liebe. Man kann aus Liebe leiden, aber man kann auch diese Liebe genießen und darin Ruhe finden...

Die Fügsamkeit Gott gegenüber befreit uns und weitet unser Herz. Deshalb sagt Jesus, indem er uns zur Selbstverleugnung, zur Kreuzannahme und zur Nachfolge ruft: „Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht“ (Mt 11,30). Selbst wenn wir uns gelegentlich schwertun, dem Willen Gottes nachzukommen, erfüllt uns doch letztendlich seine liebevolle Erfüllung mit Glück. „Führe mich auf dem Pfad deiner Gebote! ich habe an ihm Gefallen.” (Ps 119,35).

An dieser Stelle möchte ich etwas erzählen. Manchmal, wenn ich nach einem anstrengenden Tag schlafen gehe, nehme ich eine leise innere Regung wahr, die mir zuflüstert: „Würdest du nicht kurz in die Kapelle gehen, um mir Gesellschaft zu leisten?“. Nach einem ersten kurzen Augenblick der Verwirrung und des Widerstands gebe ich schließlich nach, und verbringe einige Minuten mit Jesus. Danach gehe ich in Frieden und zufrieden schlafen. Am nächsten Tag wache ich auch nicht müder als sonst auf.

Zuweilen jedoch erfahre ich das Gegenteil. Wenn ich mich mit einer schweren Sorge plage, denke ich: „Heute Nacht werde ich eine Stunde lang in der Kapelle beten, damit es zu einer Lösung kommt.“ Auf dem Weg zur Kapelle aber höre ich tief in meinem Herzen: „Weißt du? Ich hätte es lieber, dass du dich jetzt schlafen legst und dich auf mich verlässt. Ich werde mich deiner Sache annehmen.“ Und indem ich mich meiner glücklichen Eigenschaft eines „unnützen Dieners“ entsinne, gehe ich friedlich schlafen und überlasse alles Gottes Händen...

Der Sinn all dessen ist, dass der Wille Gottes dort ist, wo sich die größte Liebe befindet, aber nicht unbedingt dort, wo das größte Leiden ist... Es besteht mehr Liebe darin, dank des Vertrauens Ruhe zu finden, als sich mit der Unruhe der Betrübnis zu plagen!

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Rev. D. Antoni CAROL i Hostench (Sant Cugat del Vallès, Barcelona, Spanien)