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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

Donnerstag der 2. Woche im Advent

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Evangeliumstext (Mt 11,11-15): In jener Zeit begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden: «Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er. Seit den Tagen Johannes' des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich. Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz über diese Dinge geweissagt. Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll. Wer Ohren hat, der höre!»

«bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich»

Rev. D. Antoni CAROL i Hostench (Sant Cugat del Vallès, Barcelona, Spanien)

Heute ist im Evangelium von Johannes dem Täufer die Rede, der als Vorläufer des Messias dem Herrn den Weg bereitete. Er wird auch uns begleiten bis zum sechzehnten Tag, an dem der erste Teil des Advents endet.

Johannes ist ein rechtschaffener Mann, dem nichts in den Schoß fiel. Er weiß, dass man sich anstrengen muss, um besser zu werden, und dass man kämpfen muss, um heilig zu werden. Deshalb sagt Jesus: «Seit den Tagen Johannes' des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich.» (Mt 11,12). Die “Gewalttätigen” sind diejenigen, die sich selbst Gewalt antun: —Strenge ich mich an, um zu glauben, dass der Herr mich liebt? Opfere ich mich auf, um „klein“ zu sein? Bemühe ich mich darum, bewusst zu sein und wie ein Sohn des Vaters zu leben?

Therese von Lisieux bezieht sich auch auf diese Worte von Jesus und sagt etwas, das uns in unserem persönlichen und intimen Gespräch mit ihm helfen kann: «O Armut, mein erstes Opfer, du begleitest mich bis zum Tode überall hin; denn das weiß ich: Für den Lauf in der Arena muss sich ein Athlet von allem entledigen. Kostet, ihr Weltleut, die Gewissensbisse und die Beschwerlichkeit, diese bitteren Früchte eurer Eitelkeit. Ich pflücke in der Arena frohgemut die Siegespalmen der Armut». —Und was ist mit mir? Warum beschwere ich mich immer gleich, wenn ich merke, dass mir etwas fehlt, was ich glaube, haben zu müssen? Was gäbe ich drum, wenn mir in allen Aspekten meines Lebens die Dinge so klar wären wie dieser Kirchenlehrerin!

Jesus fährt fort, zu uns in Rätseln zu sprechen: «Johannes ist Elija (...). Wer Ohren hat, der höre!» (Mt 11,14-15). Was hat das zu bedeuten? Möchte er uns damit sagen, dass Johannes wirklich sein Vorläufer war, dass er den gleichen Auftrag hatte wie Elija. Damals glaubte man an die Rückkehr des Propheten Elija vor der Ankunft des Messias.

Gedanken zum Evangelium des Tages

  • ,,Moses war der größte Gesetzgeber, und bewundernswert waren alle Propheten, aber sie waren nicht mehr als Johannes. Es steht nicht mir zu, die Propheten untereinander zu vergleichen, sondern dem, der sein und unser Herr ist" (Hl. Cyrill von Jerusalem)

  • ,,Die Begegnung des Herrn mit Elias hat mich immer beeindruckt. Der Herr war nicht im Hagel, auch nicht im Regen oder im Gewitter...Der Herr war in einer leichten Brise. Das ist die musikalische Sprache des Herrn. Sie müssen wir hören, während wir uns auf Weihnachten vorbereiten" (Franziskus)

  • ,,Er geht Jesus voran ,,mit dem Geist und mit der Kraft des Elija" (Lk 1,17) und legt durch seine Predigt, seine Bußtaufe und schließlich durch sein Martyrium [Vgl. Mk 6,17-29.]für ihn Zeugnis ab" (Katechismus der Katholischen Kirche Nr.523)