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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

Samstag der 2. Woche im Advent

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Evangeliumstext (Mt 17,10-13): Während Jesus und seine Jünger den Berg hinabstiegen, fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen? Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt, und er wird alles wiederherstellen. Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen. Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer sprach.

„Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten“

Rev. D. Xavier SOBREVÍA i Vidal (Sant Just Desvern, Barcelona, Spanien)

Heute unterhält sich Jesus mit seinen Jüngern, als er vom Berg herabsteigt, wo sie die Verklärung erlebt haben. Der Herr hat den Vorschlag Petrus, dort zu bleiben, nicht angenommen, und beantwortet während des Abstiegs die Fragen seiner Jünger. Diese, die für einen Augenblick die Herrlichkeit Gottes gesehen haben, sind überrascht und verstehen nicht, wie der Messias gekommen sein konnte, ohne dass seine Ankunft durch den Propheten Elija vorbereitet worden war.

Tatsache ist aber, dass die Vorbereitung schon stattgefunden hat. „Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen“ (Mt 17,12). Johannes der Täufer hat den Weg geebnet. Aber die irdischen Menschen erkennen die Menschen Gottes nicht, die irdischen Propheten erkennen die Propheten Gottes nicht, und die Hochmütigen der Erde erkennen die Göttlichkeit Christi nicht.

Ein neuer Blick und ein neues Herz sind nötig, um die Wege Gottes zu erkennen und eine großzügige und freudige Antwort auf den anspruchsvollen Ruf seiner Gesandten zu geben. Nicht alle sind bereit, das zu verstehen, und noch weniger, es zu leben. Mehr noch, unser Leben und unsere Pläne können sich den Willen des Herrn wiedersetzen. Dieser Widerstand kann sich sogar in Kampf und Ablehnung unseres Vaters im Himmel wandeln.

Wir müssen die tiefe Liebe erkennen, die die Vorhaben Gottes zu uns führt, und wenn wir konsequent den Glauben und die Moral leben, die uns Jesus offenbart, brauchen uns der Missbrauch, die Diffamierung und die Verfolgungen nicht zu wundern. Sich auf dem richtigen Weg zu befinden heißt nicht, dass uns die Schwierigkeiten des Lebens erspart bleiben. Er lehrt uns, trotz des Leidens weiterzugehen.

Zu der Mutter Jesus, Königin der Apostel, beten wir, dass Sie für uns Fürsprache einlegt, sodass niemandem Freunde fehlen, die ihnen wie die Propheten die frohe Botschaft der Erlösung verkünden, die uns die Geburt Christus bringt. Wir haben die Aufgabe, du und ich, dass dieses Weihnachten von den Menschen, denen wir auf unserem Weg begegnen, christlicher gelebt wird.

Gedanken zum Evangelium des Tages

  • „Die Liebe kann sich nicht damit begnügen, nicht zu sehen, was man liebt: deswegen hielten die Heiligen nicht viel von all ihren Verdiensten, wenn sie Gott nicht sehen könnten. Moses wagt deshalb zu sagen: Wenn du mir deine Gunst erwiesen hast, zeige mir deine Herrlichkeit” (Hl. Petrus Chrysologus)

  • „Das Erlebnis des Elija auf dem Berge Sinai, der die Gegenwart Gottes nicht im Orkan, im Feuer oder Erdbeben, sondern in einer lauen Brise sah, erfüllt sich hier. Die Macht Gottes zeigt sich jetzt in seiner Sanftmut, seiner Größe in der Bescheidenheit und Nähe” (Benedikt XVI.)

  • „Johannes ist der „Elija", der kommen soll 3. Das Feuer des Heiligen Geistes glüht in ihm und läßt ihn dem Herrn, der im Kommen ist, als „Vorläufer" vorausgehen. In Johannes, dem Vorläufer, vollendet der Heilige Geist sein Werk, „das Volk für den Herrn bereit zu machen" (Lk 1,17) (Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 718)