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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

Dienstag der 3. Woche im Advent

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Evangeliumstext (Mt 21,28-32): In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und zu den Ältesten des Volkes: «Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: „Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg!“ Er antwortete: „Ja, Herr!“, ging aber nicht. Da wandte er sich an den zweiten Sohn und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: „Ich will nicht.“ Später aber reute es ihn, und er ging doch. Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt?» Sie antworteten: «Der zweite.» Da sagte Jesus zu ihnen: « Amen, das sage ich euch: Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr. Denn Johannes ist gekommen, um euch den Weg der Gerechtigkeit zu zeigen, und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen, und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt.»

«„Ich will nicht.“ Später aber reute es ihn, und er ging doch.»

Rev. D. Jordi POU i Sabater (Sant Jordi Desvalls, Girona, Spanien)

Heute betrachten wir den Vater zweier Söhne, der dem Ersten sagt: „Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg!“ (Mt 21,28). „Er antwortete: „Ich will nicht.“ Später aber reute es ihn, und er ging doch.“ (Mt 21,29). Dem Zweiten sprach er genauso, worauf er antwortete: „Ja, Herr!“, ging aber nicht.“ (Mt 21,29). Das Wichtigste ist nicht das „Ja-Wort“ sondern die „Tat“. Ein Sprichwort besagt: „Worten sollten Taten folgen.“

Bei einer anderen Gelegenheit wird uns Jesus die dazugehörige Lehre beibringen: “Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.” (Mt 7,21). Nach dem hl. Augustinus „gibt es zwei Willen: dein Wille muss dahingehend korrigiert werden bis zur Einswerdung mit dem göttlichen Willen, und nicht etwa der göttliche Wille zurechtgebogen werden bis er mit dem deinigen übereinstimmt.“ In katalanischer Sprache sagen wir, dass ein Kind „creu“ (glaubt), wenn er gehorcht. Er glaubt! Wir identifizieren den Gehorsam mit dem Glauben, mit dem Vertrauen auf das, was uns gesagt wird.

Gehorchen kommt vom horchen, und zwar mit voller Aufmerksamkeit. Das kommt im Gebet zum Ausdruck, wenn wir uns vor dem Wort der Liebe nicht taub stellen. „Wir Menschen neigen dazu, uns zu „wehren“, uns an unser Ego zu klammern. Gott verlangt, dass wir beim Gehorchen den Glauben ausüben. Manchmal suggeriert der Herr seinen Willen wie im Flüstern, tief in unserem Gewissen: da ist es nötig, aufmerksam zu sein, um diese Stimme wahrzunehmen und ihr treu zu sein“ (hl. Josemaría Escrivá). Den Willen Gottes zu erfüllen heißt, heilig zu sein: Gehorchen heißt nicht etwa, die Marionette in den Händen eines Anderen zu spielen, sondern das zu verinnerlichen, was zu erfüllen ist, und es so in die Tat umzusetzen, weil wir selbst ‚es eben so wollen’.

Die Mutter Gottes, unsere Mutter und Meisterin im „Gehorsam des Glaubens“ wird uns beibringen, dem Willen des Vaters zu gehorchen.

Gedanken zum Evangelium des Tages

  • «Wenn die Sünde im Menschen ist, kann dieser Gott nicht mehr betrachten. Man kann sich jedoch heilen, wenn man will. Der Glaube und die Furcht vor Gott müssen in deinem Herzen absoluten Vorrang haben» (Theofilos von Antiochia)

  • «Wenn wir fähig sind zu Gott zu sagen: —‘Herr, dies sind meine Sünden, nicht die von diesem oder von jenem… es sind die meinen!; nimm du sie’, dann werden wir dieses wundervolle Volk werden, das auf den Namen Gottes vertraut» (Franziskus)

  • «Es war für die Pharisäer ein Skandal, daß Jesus mit Zöllnern und Sündern ebenso vertraut Mahl hielt [Vgl. Lk 7,36; 11,37; 14,1.]. Gegenüber solchen, „die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten" (Lk 18,9) [Vgl. Job 7,49;9,34.], sagte Jesus: „Ich bin gekommen, um die Sünder zur Umkehr zu rufen, nicht die Gerechten" (Lk 5,32). Ja, er erklärte den Pharisäern gegenüber, alle seien in Sünde [Vgl. Job 8,33-36.], und wer sich nicht als heilsbedürftig ansehe, sei mit Blindheit geschlagen [Vgl. Joh 9,40-41.]» (Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 588)