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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

  1. Dezember im Advent
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Evangeliumstext (Lk 1,26-38): Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.

Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.

Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

„Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“

Rev. D. Jordi PASCUAL i Bancells (Salt, Girona, Spanien)

Heute betrachten wir wieder diese fantastische Szene der Verkündigung. Gott steht immer treu zu Seinen Verheißungen, und durch den Engel Gabriel lässt er Maria wissen, dass sie auserwählt wurde, den Heiland in die Welt zu bringen. So wie der Herr oft wirkt, geschieht das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit - der Schöpfer und Herr alle Dinge ist Mensch wie wir geworden - auf die einfachste Weise: durch ein junges Mädchen, in einer kleinen Stadt in Galiläa, ohne Show.

Die Art und Weise ist einfach, das Ereignis immens. Ebenso immens sind die Tugenden der Jungfrau Maria - sie ist voll der Gnade, der Herr ist mit ihr, sie ist bescheiden, einfach, für den Willen Gottes bereit, großzügig. Gott hat Pläne für sie, wie für dich und mich, aber Er erwartet freie, liebevolle Zusammenarbeit von jedem, um sie ausführen zu können. Maria gibt uns ein Beispiel dafür: „Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach Deinem Wort“ (Lk 1,38). Es ist nicht nur ein Ja zur Botschaft des Engels, sie gibt sich ganz in die Hände Gottes, des Vaters, vertraut sich seiner liebevollen Vorsorge an, sagt Ja, um den Herrn jetzt und in allen Umständen ihres Lebens wirken zu lassen.

Von Marias Reaktion, und von unserer Antwort auf das, was Gott von uns verlangt, so schreibt St. Josefmaria, „hängen, vergessen wir es nicht, viele großartige Dinge ab“.

Wir bereiten uns darauf vor, Weihnachten zu feiern. Der beste Weg besteht darin, Maria nahe zu bleiben, ihr Leben zu betrachten und zu versuchen, ihre Tugenden nachzuahmen, um den Herrn mit einem willigen Herzen willkommen heißen zu können: Was erwartet Gott von mir, jetzt, heute, in meiner Arbeit, mit dieser Person, mit der ich zu tun haben, in Beziehung zu ihm? Das sind kleine, alltägliche Situationen, aber wie viel hängt von der Antwort ab, die wir geben!

Gedanken zum Evangelium des Tages

  • „Durch ihren Gehorsam war sie die Ursache ihrer eigenen Erlösung und der des ganzen Menschengeschlechts” (Hl. Irenäus)

  • „Maria ist die fügsame Dienerin des göttlichen Wortes. Es gab Grund genug, um Angst zu haben, denn die Last der Welt zu tragen, die Mutter des Königs des Alls zu sein, überstieg die Kräfte eines Menschen. Deswegen wiederholte der Erzengel das „Fürchte dich nicht”, das so typisch für die Hl. Schrift ist” (Benedikt XVI.)

  • „Bei der Verkündigung grüßt sie der Engel als ,,voll der Gnade" (Lk 1,28). Um zur Ankündigung ihrer Berufung ihre freie Glaubenszustimmung geben zu können, mußte sie ganz von der Gnade Gottes getragen sein” (Kathechismus der Katholischen Kirche, Nr.490)