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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

  1. Dezember im Advent
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Evangeliumstext (Lk 1,39-45): Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

„Selig ist die, die geglaubt hat“

Rev. D. Àngel CALDAS i Bosch (Salt, Girona, Spanien)

Heute entspricht der Text des Evangeliums dem zweiten Geheimnis des Freudenreichen Rosenkranzes: „Den Du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast“. Das ist wirklich ein Geheimnis! Der stille Ausdruck einer tiefen Freude, wie sie uns niemals vorher erzählt worden ist. Es ist die Freude Marias, die durch das Werk des Heiligen Geistes Mutter geworden ist. Das lateinische Wort „Gaudium“ drückt eine tiefe, intime Freude aus, die nicht nach draußen dringt. Trotzdem füllten sich die Berge von Judäa mit Freude. Maria frohlockte wie eine Mutter, die gerade erfahren hat, dass sie ein Kind erwartet. Und welch ein Kind! Ein Kind, das schon vor seiner Geburt über steinige Wege wanderte bis hin nach Ain Karen, wohlbehütet im Herzen und den Armen Marias.

Freude im Herzen und im Gesicht Elisabeths, und bei dem Kind, das vor Freude in ihrem Leib hüpft. Die Worte Elisabeths überschreiten alle Zeiten: „Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes“ (vgl. Lk 1,42). Das Gebet des Rosenkranzes als Freudenquelle ist eine der neu entdeckten Perspektiven im Apostelbrief von Johannes Paulus II., über den Rosenkranz der Jungfrau Maria.

Die Freude ist nicht vom Glauben zu trennen. „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ (Lk 1,43). Gottes und Marias Freude hat sich über die ganze Welt verbreitet. Um diese zu empfangen, genügt es, uns im Glauben der ständigen Hilfe Gottes in unserem Leben zu öffnen; unseren Weg zu gehen mit dem Jesuskind, mit Der, Die geglaubt hat und an der liebevollen und starken Hand des Heiligen Josef. Ein Christ trägt immer zwei Dimensionen des Glaubens mit sich, sei es auf Feldwegen, auf Asphalt, auf Stein oder auf schlammigem Grund: die Vereinigung mit Gott und den Dienst an den Nächsten. Alles gut verbunden: mit einer Lebenseinheit, die verhindert, dass es eine Unterbrechung zwischen diesen beiden gibt.

Gedanken zum Evangelium des Tages

  • „Sobald Maria davon hörte, machte sie sich voller Freude und Begehr auf den Weg in das Bergland. Erfüllt von Gott, wie wollte sie nicht eilends auf die Höhen steigen? Die Trägheit in der Anstrengung ist der Gnade des Heiligen Geistes fremd“ (Hl. Ambrosius)

  • „Der Besuch Marias bei Elisabet führt zu einer Begegnung zwischen Jesus und Johannes im Heiligen Geist. Jesus ist der jüngere, derjenige, der später kommt. Aber es ist seine Nähe, die Johannes im Schosse seiner Mutter hüpfen lässt und die Elisabet mit dem Heiligen Geist erfüllt“ (Benedikt XVI.)

  • “Elisabet die Erste einer langen Reihe von Geschlechtern, die Maria selig preisen: „Selig ist die, die geglaubt hat“ (Lk 1,45): Maria ist „gesegnet ... mehr als alle anderen Frauen“, weil sie geglaubt hat, dass das Wort des Herrn in Erfüllung gehen wird (…). Aufgrund des Glaubens ist Maria zur Mutter der Glaubenden geworden. Ihr verdanken alle Geschlechter der Erde, dass sie den, der der Segen Gottes selbst ist, empfangen dürfen: „Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes“ (Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 2676)