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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

  1. Dezember im Advent
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Evangeliumstext (Lk 1,46-56): Da sagte Maria: «Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.»

Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

«Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter»

Rev. D. Francesc PERARNAU i Cañellas (Girona, Spanien)

Heute machen wir uns im Evangelium der heiligen Messe Gedanken über das Magnificat, den Lobgesang, den Maria voller Freude im Hause ihrer Verwandten Elisabeth, der Mutter Johannes des Täufers, anstimmte. Die Worte Marias erinnern uns an andere biblische Lobpreisungen, die sie sehr gut kannte und oft vortrug und in die sie sich vertiefte. Aber jetzt haben dieselben Worte aus ihrem Munde einen viel tieferen Sinn: der Geist der Mutter Gottes wird durch sie sichtbar, und die Reinheit ihres Herzens. Jeden Tag macht sich die Kirche im Stundengebet im Vespergottesdienst die Worte Marias zu Eigen und sendet das Magnificat, mit dem Maria voller Freude Gott pries und für seine Güte dankte, zum Himmel.

Maria wurde die außergewöhnlichste Gnade zuteil, die jemals einer Frau gewährt wurde: Sie wurde unter allen Frauen der Geschichte von Gott auserwählt, die Mutter des Messias, des Erlösers zu sein, der von der Menschheit seit uralten Zeiten erwartet wurde. Es ist die höchste Ehre, die jemals einem Menschen gewährt wurde, und sie empfängt sie mit großer Einfachheit und Demut, da sie sich bewusst ist, dass es eine Gnade und ein Geschenk ist und dass sie nichts ist angesichts der Allmacht und der Größe Gottes, der große Dinge an ihr getan hat (siehe Lk 1, 49). Eine wichtige Lektion für uns alle, die Söhne Adams und Erben einer menschlichen Natur, die zutiefst von der Erbsünde geprägt ist und unter deren Folgen wir tagein tagaus zu leiden haben.

Es naht das Ende der Adventszeit, eine Zeit des Gesprächs und der Reinigung. Heute ist es Maria, die uns den rechten Weg zeigt. Widmen wir unsere Meditation und Gebete der Gottesmutter mit dem Wunsch, dass sie sich für uns verwendet. Sie wird uns helfen, demütiger zu sein, wenn wir sie vertrauensvoll darum bitten.

Gedanken zum Evangelium des Tages

  • „Da sagte Maria: ‘Meine Seele preist die Größe des Herrn.’ Deshalb – sagt sie – bringe ich als Danksagung meine Seele in allen ihren Kräften dar, und widme mich mit meinem ganzen sein, mit meinen Sinnen und mit meiner Klugheit der Größe desjenigen, der kein Ende hat“ (Hl. Beda der Ehrwürdige)

  • „Im Hause von Elisabet und Zacharias hören wir das “Magnificat”, dieses großartige Gedicht, das uns von den Lippen Marias erreicht, vielmehr, vom Herzen Marias, eingeflößt durch den Heiligen Geist. ‘Meine Seele erhöht den Herrn’… Maria ist gerade deshalb so groß, weil sie sich selbst nicht erhöhen wollte“ (Benedikt XVI.)

  • „Gott anbeten heißt, in Ehrfurcht und absoluter Unterwerfung die „Nichtigkeit des Geschöpfs“ anzuerkennen, welches einzig Gott sein Dasein verdankt. Gott anbeten heißt, wie Maria im Magnificat ihn zu loben, ihn zu preisen und sich selbst zu demütigen, indem man dankbar anerkennt, dass er Großes getan hat und dass sein Name heilig ist. Die Anbetung des einzigen Gottes befreit den Menschen von der Selbstbezogenheit, von der Sklaverei der Sünde und der Vergötzung der Welt“ (Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 2097)