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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

  1. Dezember (Sechster Tag der Weihnachtsoktav)
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Evangeliumstext (Lk 2,36-40): Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt; nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.

Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit und seine Gnade ruhte auf ihm.

„Sie pries Gott und sprach über das Kind zu allen“

Rev. D. Joaquim FLURIACH i Domínguez (St. Esteve de P., Barcelona, Spanien)

Heute haben Joseph und Maria gerade den Ritus der Darstellung des Erstgeborenen, Jesus, im Tempel von Jerusalem gefeiert. Maria und Josef sparen an nichts , um alles was das Gesetz vorschreibt zu erfüllen um dem gerecht zu werden was Gott verlangt was wiederum ein Zeichen der Treue und der Liebe zu Gott ist.

Seit ihr Sohn - Gottes Sohn - geboren wurde, erlebte Joseph und Maria ein Wunder nach dem anderen: zuerst kamen die Hirten, dann die Weisen aus dem Morgenland, Engel ... Nicht nur externe außergewöhnliche Ereignisse, nein auch innere in den Herzen der Menschen, die Kontakt mit diesem Kind hatten.

Heute ist es Hanna, eine betagte Frau und Witwe, die in einem gewissen Moment die Entscheidung getroffen hatte, ihr Leben dem Herrn mit Fasten und Beten zu widmen. Wir gehen recht, wenn wir sagen, dass diese Frau eine der "klugen Jungfrauen" des Gleichnisses des Herrn (vgl. Mt 25,1-13) war: immer auf der Suche nach dem, was sie als Wille Gottes erkannte. Und es ist offensichtlich: der Herr findet sie immer für ihn bereit. Alle die Zeit die sie dem Herrn gewidmet hat, wird von dem Kind überreichlich belohnt. - Lasst uns Hanna fragen, ob so viel Gebet, Fasten und Großzügigkeit sich gelohnt hat!

Der Text sagt, “sie pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten." (Lk 2,38). Die Freude wird in Apostolat verwandelt, sie ist das Motiv und die Wurzel. Der Herr ist immer großzügig zu denen, die mit ihm großzügig sind.

Jesus, der fleischgewordene Gott, lebt ein normales Familienleben in Nazareth, wie alle anderen: wachsen, arbeiten, lernen, beten, spielen ... "Heiliger Alltag" gesegnete Routine wo die Seelen der Menschen vor Gott wachsen und stark werden fast ohne es zu merken! Wie wichtig sind die kleinen täglichen Dinge.

Gedanken zum Evangelium des Tages

  • „Erwache: Gott ist für dich Mensch geworden. Erwache, du der du schläfst, steh auf von den Toten und Christus wird dein Licht sein. Gerade für dich ist Gott Mensch geworden” (Hl. Augustinus)

  • „Hanna ist “Prophetin”, eine weise und andächtige Frau. Ihre lange Witwenschaft, der Verehrung des Tempels gewidmet, und ihre Teilnahme am Warten auf die Erlösung Israels, finden ihren Abschluss in ihrer Begegnung mit dem Kind Jesus” (Benedikt XVI.)

  • „In Simeon und Anna kommt es zur Begegnung der ganzen Erwartung Israels mit seinem Erlöser. Jesus wird als der langerwartete Messias, als „Licht der Völker“ und „Herrlichkeit Israels“ erkannt” (Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 529)