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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

  1. Januar (Weihnachtliche Festzeit)
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Evangeliumstext (Mt 4,12-17.23-25): In jener Zeit, als Jesus hörte, dass man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück. Er verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali. Denn es sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Das Land Sebulon und das Land Naftali, die Straße am Meer, das Gebiet jenseits des Jordan, das heidnische Galiläa: Das Volk, das im Dunkel lebte, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen.

Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in den Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden. Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien. Man brachte Kranke mit den verschiedensten Gebrechen und Leiden zu ihm, Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte, und er heilte sie alle. Scharen von Menschen aus Galiläa, der Dekapolis, aus Jerusalem und Judäa und aus dem Gebiet jenseits des Jordan folgten ihm.

„Das Himmelreich ist nahe“

Rev. D. Jordi CASTELLET i Sala (Sant Hipòlit de Voltregà, Barcelona, Spanien)

Heute beginnen wir auf eine Art wieder aufs Neue. „Das Volk, das in der Finsternis sitzt, sah ein groβes Licht“(Matth 4,16), sagt uns der Prophet Jesaiah in dem heutigen Evangelium, das sich auf jenes vom Heiligen Abend bezieht. Wir beginnen aufs Neue, wir haben eine neue Gelegenheit. Die Zeit ist neu, der Anlass ist es wert. Lassen wir mit Bescheidenheit den Vater in unserem Leben wirken.

Heute ist der Moment, in dem uns Gott wieder einmal seine Zeit gibt, um Ihn zu verherrlichen, um Ihm nahe zu sein und um unser Leben in den Dienst der anderen zu stellen. Die Weihnachtszeit geht nächsten Sonntag zu Ende –so Gott will-, und mit der Feier der Taufe des Herrn beginnt das neue Jahr, so wie wir es in der christlichen Liturgie nennen, um das Geheimnis der Weihnacht weiterhin zu leben. Die Menschwerdung Gottes hat in diesen Tagen unfehlbar seine Gnade in unseren herzen eingepflanzt. Diese rettet uns und führt uns aufs Neue zum Reich Gottes, das Christus in uns geschaffen hat, dank seines Handelns und Bündnis in unserer Menschheit.

Deshalb sagt uns Leo der Groβe, dass Vorsehung und Mitleid Gottes schon vor einiger Zeit der untergehenden Welt helfen wollten und die Rettung aller Völker durch Christus bestimmt hatten.

Jetzt ist eine gute Zeit. Wir dürfen nicht denken, dass Gott früher mehr handelte als jetzt; dass es leichter war, sich in der Nähe Jesu zu glauben als jetzt, wo wir ihn nicht sehen, wie er ist. Die Sakramente der Kirche und das gemeinsame Beten verleihen uns Vergebung und Frieden und die Gelegenheit, aufs Neue an Gottes Werk in der Welt teilzunehmen, mittels Arbeit, Studium, Familie, Freunde, Vergnügungen und Zusammensein mit den Geschwistern. Möge der Herr, Quelle aller Gaben des Heiligen Geistes und allen Glückes, es möglich machen.

Gedanken zum Evangelium des Tages

  • «In der vorherigen Feierlichkeit [Weihnachten] zeigte sich uns der Herr als schwaches Kind, das unsere eigene Unvollkommenheit bezeugte» (Hl. Proklos von Konstantinopel)

  • «In Finsternis zu wandeln bedeutet mit sich selber zufrieden zu sein, überzeugt zu sein, dass keine Notwendigkeit zur Rettung besteht. Das ist Finsternis!» (Franziskus)

  • «Die Lehre von der Erbsünde – in Verbindung mit der Lehre von der Erlösung durch Christus – gibt einen klaren Blick dafür, wie es um den Menschen und sein Handeln in der Welt steht (…). Zu übersehen, dass der Mensch eine verwundete, zum Bösen geneigte Natur hat, führt zu schlimmen Irrtümern im Bereich der Erziehung, der Politik, des gesellschaftlichen Handelns und der Sittlichkeit» (Katechismus der Katholischen Kirche Nr. 407)