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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

  1. Januar (Weihnachtliche Festzeit)
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Evangeliumstext (Mk 6, 34-44): In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange. Gegen Abend kamen seine Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen, und es ist schon spät. Schick sie weg, damit sie in die umliegenden Gehöfte und Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können. Er erwiderte: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Sollen wir weggehen, für zweihundert Denare Brot kaufen und es ihnen geben, damit sie zu essen haben? Er sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Geht und seht nach! Sie sahen nach und berichteten: Fünf Brote, und außerdem zwei Fische.

Dann befahl er ihnen, den Leuten zu sagen, sie sollten sich in Gruppen ins grüne Gras setzen. Und sie setzten sich in Gruppen zu hundert und zu fünfzig. Darauf nahm er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie sie an die Leute austeilten. Auch die zwei Fische ließ er unter allen verteilen. Und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die Reste der Brote und auch der Fische einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. Es waren fünftausend Männer, die von den Broten gegessen hatten.

„Denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben“

Rev. D. Xavier SOBREVÍA i Vidal (Sant Just Desvern, Barcelona, Spanien)

Heute zeigt sich uns Jesus einfühlsam gegenüber den Bedürfnissen jener, die ihm begegnen. Er kann kein menschliches Bedürfnis mit Gleichgültigkeit begegnen. Das Herz Jesu erbarmt sich der Menge, die ihm „wie Schafe, die keinen Hirten haben“, nachfolgte (Mk 6,34). Der Meister verwirft, was er bis dahin vorhatte und beginnt, sie zu belehren. Wie oft haben wir es zugelassen, dass die Dringlichkeit oder die Ungeduld unser Verhalten bestimmen? Wie oft haben wir uns geweigert, unsere Pläne umzustellen, um einer unerwarteten, unmittelbaren Not nachzukommen? Jesus ist uns ein Vorbild in dieser flexiblen Haltung, eine vorige Planung umzustellen und sich denjenigen, die ihm nachfolgen, zur Verfügung zu stellen.

Die Zeit vergeht rasch. Wenn man liebt, vergeht die Zeit gern sehr schnell. Und Jesus, der sehr liebt, dehnt seine Belehrung über eine lange Zeit hinaus. Es wird spät, so lassen es die Jünger dem Meister wissen, die sich um die Verpflegung der Menge Sorgen machen. Dann macht ihnen Jesus jenen unglaublichen Vorschlag: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ (Mk 6,37). Er kümmert sich nicht nur um die geistliche Nahrung durch seine Belehrung, sondern auch um die leibliche. Die Jünger erwähnen Schwierigkeiten wirklicher Natur: Wahrhaftig wirkliche Schwierigkeiten: die Brote werden viel Geld kosten! (s. Mk 6,37). Sie sehen die materiellen Schwierigkeiten, aber ihre Augen erkennen noch nicht die Allmacht dessen, der zu ihnen spricht. Ihnen mangelt es an Glauben.

Jesus lässt die Leute nicht eine Schlange bilden, er lässt sie gruppenweise Platz nehmen. Sie sollen gemeinsam ruhen und teilen. Er bittet die Jünger um die Verpflegung, die sie mit sich tragen: bloß fünf Brote und zwei Fische. Jesus nimmt sie, erbittet von Gott den Segen und teilt sie unter ihnen auf. Ein derart kärgliches Essen, das Tausende Menschen nährt, und wovon noch zwölf Körbe übrig bleiben. Ein Wunder, das eine Figur der geistlichen Nahrung der Eucharistie verbildlicht, des Brotes des Lebens, das sich ohne Gegenleistung unter allen Erdenvölker ausbreitet, um Leben zu spenden, ewiges Leben.

Gedanken zum Evangelium des Tages

  • „Wir bitten Dich, Herr, sei unsere Zuflucht und unser Schild. Dass alle Völker der Erde erkennen, dass Du Gott bist und es keinen anderen gibt, und dass Jesus Christus Dein Diener ist und wir Dein Volk sind, die Herde, die Du leitest” (Hl. Clemens von Rom)

  • „Nur die Barmherzigkeit Gottes kann die Menschheit von ihrem Egoismus befreien, der zu so viel ungeheuerlichem Bösen führt,. ER bringt die Hoffnung: Wo Gott geboren wird, wird der Friede geboren. Und wo der Friede geboren wird, ist kein Platz für Hass und Krieg” (Franziskus)

  • „Das Mitleid Christi mit den Kranken und seine Heilungen von Krankheiten jeder Art sind ein offensichtliches Zeichen dafür, daß „Gott ... sich seines Volkes angenommen" hat (Lk 7,16) und daß das Reich Gottes ganz nahe ist” (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1503)