Ein Team von 222 Priestern kommentiert das Evangelium des Tages
222 Priestern kommentiert das Evangelium des Tages
Betrachtung des heutigen Evangeliums
Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)
„Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern“
Rev. D. Antoni CAROL i Hostench (Sant Cugat del Vallès, Barcelona, Spanien) Heute gedenken wir des heiligen Adalbert von Magdeburg (Lehrer des heiligen Adalbert von Prag). Drei Säulen prägten sein Leben: Die spirituelle (monastische) Erneuerung, die Missionstätigkeit und die institutionelle Organisation der Kirche. Er war ein „Mann des Geistes” und ein „Mann der Tat”: Ohne Gebet gibt es keine Organisation und keine Evangelisierung. Papst Leo XIII. betonte dies eindringlich: „Wenn wir nicht mit Christus vereint sind, von dem unsere Sendung ausgeht, ist all unser Tun vergeblich.”
Die Apostel beteten Jesus Christus an, bevor sie ausgesandt wurden. Ausser dem heiligen Matthäus (vgl. 28,17) besagen auch die Schriften des heiligen Lukas: „Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe ausgerüstet seid” (Lk 24,49) und wenn ihr „die Kraft des Heiligen Geistes empfangt (...), werdet ihr meine Zeugen sein (...) bis an die Grenzen der Erde” (Apg 1,8).
Nach zehn Jahrhunderten waren noch immer ferne Länder nicht evangelisiert: Dorthin reiste dann der heilige Adalbert, sein Leben aufs Spiel setzend. Als junger Mann hatte er in Verbindung gestanden mit der Kanzlei des heiligen Bruno von Köln, dem Bruder Kaiser Ottos I. des Großen, der ihn in die kaiserlichen Kreise einführte. Dies war für seine Zukunft entscheidend, da große Missionsprojekte noch immer stark von der Unterstützung der Kaiser abhingen.
Doch hatte er er auf das höfische Leben verzichtet und war 958 in das Benediktinerkloster St. Maximin in Trier eingetreten. 961 wurde er zum Bischof geweiht und auf Wunsch der Prinzessin Olga, die einen Missionar der katholischen Kirche gesucht hatte, wurde er in die Rus von Kiev entsandt. Aufgrund des heidnischen Widerstands endete die Mission tragisch, und Adalbert sah sich gezwungen zurückzukehren, was seine Demut und Beharrlichkeit unter Beweis stellte. 966 wurde er zum Abt des Klosters Wissembourg (im Elsass) ernannt und zwei Jahre später zum Erzbischof von Magdeburg.
Mittels dieses Amtes wirkte Adalbert als „Architekt” der Kirche in Mitteleuropa und übte das Lehramt aus, das dem Priestertum eigen ist, indem er lehrte „alles zu befolgen, was ich euch geboten habe”. Er förderte die institutionellen Grundlagen für eine weitreichende Seelsorge, bildete Geistliche aus und gründete kirchliche Zentren zur Erneuerung der Evangelisierung. Die Ergebnisse ergaben sich nicht sofort, doch stellte seine Arbeit die Basis dar für die Christianisierung Osteuropas, wofür er den Beinamen „Apostel der Slawen” erlangte.
Bericht über die Verwaltung der Spenden Juni 2026
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