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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

  1. Juni: Hl. Barnabas, Apostel
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Evangeliumstext (Mt 10,7-13): In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel. Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt. Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm Frieden. Wenn das Haus es wert ist, soll der Friede, den ihr ihm wünscht, bei ihm einkehren. Ist das Haus es aber nicht wert, dann soll der Friede zu euch zurückkehren.

«Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf...»

Rev. D. Jordi POU i Sabater (Sant Jordi Desvalls, Girona, Spanien)

Heute feiern wir den Apostel Josef, «der von den Aposteln Barnabas, das heißt übersetzt: „Sohn des Trostes”, genannt wurde» (Apg. 4,36). Er war von Anfang an großzügig; verkaufte einen Acker, der ihm gehörte, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen (Apg. 4,37).

Er brachte den hl. Paulus zu den Aposteln, als alle ihn fürchteten, und zusammen mit ihm begann er bei allen Völkern die apostolische Arbeit. Zuerst in Antiochien, wo er «alle ermahnte, dem Herrn treu zu bleiben, wie sie es sich im Herzen vorgenommen hatten. Denn er war ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben. So wurde für den Herrn viel Volk hinzugewonnen » (Apg.11,23-24). Sein apostolischer Eifer war beispielhaft; er setzte die Worte Jesu «Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe»! (Mt. 10,7) in die Tat um.

«Als sie zu Ehren des Herrn Gottesdienst feierten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Wählt mir Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe!» Da begaben sie sich nach Zypern und Kleinasien und mussten viel für den Herrn leiden. Auch hatten sie ihre Unstimmigkeiten und trennten sich wegen Markus, der sich auf halbem Wege von ihnen abwandte, und dann wollte ihn Paulus auf der nächsten Reise nicht mehr mitnehmen; aber Barnabas vertraute ihm, und später sehen wir, dass Markus ein grossartiger Mitarbeiter von Petrus und Paulus war.

Daraus lernen wir, dass man keinen Menschen für immer als gut oder schlecht einstufen darf, dass sich «Seelen wie guter Wein mit der Zeit verbessern» (Hl. Josefmaría), wenn man ihnen vertraut und sie liebt, denn «man kann niemanden kennen, wenn man ihn nicht liebt» (Augustinus).

Wenn wir bemerken, dass einer strauchelt oder sich zuückzieht, dann sollten wir handeln wie Barnabas, der auch den Beinamen „ Ermutiger” hatte, ein Mensch, der „animiert und begeistert”. Das sind Eigenschaften, derer wir heute bedürfen. Deswegen wenden wir uns an den Herrn mit den Worten des heutigen Tagesgebetes: «Gott, du hast den heiligen Barnabas, einen Mann voll des Glaubens und des Heiligen Geistes, als Boten des Evangeliums zu den Heiden gesandt. Berufe auch heute Männer und Frauen, die in Wort und Tat die Botschaft Jesu Christi verkünden».

Gedanken zum Evangelium des Tages

  • „Der Herr nannte seine Jünger „Salz der Erde”, weil sie die durch das Werk des Teufels faden Herzen der Menschen mit der Weisheit des Himmels würzen sollten” (Hl. Chromatius)

  • „So verstand Barnabas zur Zeit der ersten Heidenbekehrungen, dass die Zeit für Saulus gekommen war, der sich nach Tarsus, seiner Stadt, zurückgezogen hatte. Dort suchte er ihn auf. In diesem wichtigen Moment brachte er Paulus gewissermaßen zurück in die Kirche” (Benedikt XVI.)

  • „Verkriecht euch nicht in euch selbst und sondert euch nicht ab, als wäret ihr schon gerechtfertigt, sondern kommt zusammen und sucht miteinander nach dem gemeinsamen Nutzen!" (Barnabasbrief 4,10)” (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr.1905)