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Betrachtung des heutigen Evangeliums

Das heutige Evangelium + Predigt (von 300 Wörtern)

  1. August: Hl. Verklärung des Herrn (B)
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Evangeliumstext (Mk 9,2-10): In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgendjemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie, und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen.

«Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind...»

Rev. D. Ignasi NAVARRI i Benet (La Seu d'Urgell, Lleida, Spanien)

Heute feiern wir das Fest der Verklärung des Herrn. Der Berg Tabor ist, so wie der Sinai, ein Ort der Gottesnähe: ein Ort, der von der täglichen Existenz abhebt; ein Ort, an dem man die reine Luft der Schöpfung atmet; ein Ort des Gebetes, an dem man in Gottes Gegenwart steht, so wie Mose und Elija, die sich mit dem verklärten Jesus über dessen Tod und Auferstehung in Jerusalem unterhalten.

„Seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann“ (Mk 9,3). Diese Wandlung symbolisiert die Reinigung der Kirche. Und Petrus sagte zu Jesus: „Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija“ (Mk 9,5). Der Heilige Augustinus meint sinnigerweise, dass Petrus drei Zelten wollte, weil er sich noch nicht der Einheit zwischen Gesetz, Prophetie und Evangelium bewusst war.

„Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören“ (Mk 9,7). Die Verklärung ist keine Veränderung von Jesus, sondern die Offenbarung seiner Göttlichkeit. Beim Betrachten der Göttlichkeit des Herrn bereiten Petrus, Jakobus und Johannes sich auf das Ärgernis des Kreuzes vor. Somit ist die Verklärung eine Vorwegnahme der Auferstehung.

„Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind“ (Mk 9,5). Die Verklärung erinnert uns daran, dass die Freuden, uns von Gott ins Leben gesät, keine Endpunkte sind, sondern Leuchtpunkte auf unserem irdischen Pilgerweg, damit nur Jesus unser Wegweiser sei, sein Wort die Richtschnur unserer Existenz.

Möge die Jungfrau Maria uns helfen, intensiv die Augenblicke der Begegnung mit dem Herrn zu leben, damit wir ihm täglich mit Freude nachfolgen bis hin zum Leiden und Tod, und somit auch teilhaben an seiner Herrlichkeit.